Dr Myr­i­am de Senar­clens-Preis

1. Myr­i­am de Senar­clens-Kleyn­mann (1921–1993) wurde in Genf geboren. Sie war Mit­glied der Pio­niere der psy­cho­so­ma­tis­chen Geburtshil­fe und Gynäkolo­gie. Schü­lerin und später Fre­undin von Michael Balint, Mit­be­grün­derin und Mit­glied des Exeku­tivkomi­tees der „Inter­na­tion­al Soci­ety of Psy­cho­so­mat­ic Obstet­rics and Gyne­col­o­gy“ (ISPOG), Grün­derin der Schweiz­erischen Gesellschaft für Psy­cho­so­ma­tis­che Gynäkolo­gie und Geburtshil­fe (SAPGG), hat sie viele Artikel zum The­ma pub­liziert. Vor ihrem Tod hat sie beschlossen, eine Stiftung zu grün­den mit dem Ziel, einen wis­senschaftlichen Preis zu schaf­fen. Die Stiftung Dr Myr­i­am de Senar­clens ist im Han­del­sreg­is­ter Genf einge­tra­gen und unter Überwachung ein­er kom­pe­ten­ten Leitung. Ihre Archive liegen im Insti­tut für Medi­zingeschichte und öffentliche Gesund­heit des CHUV in Lau­sanne, wo sie einge­se­hen wer­den kön­nen.

2. Der Preis Dr Myr­i­am de Senar­clens ist dazu bes­timmt, eine Forschungsar­beit oder eine Orig­i­nalar­beit, die sich mit einem psy­cho­so­ma­tis­chen The­ma in der Gynäkolo­gie oder Geburtshil­fe beschäftigt, zu fördern, unter­stützen oder zu entschädi­gen. Der Preis ste­ht allen medi­zinis­chen Fach­per­so­n­en (Gynäkolo­gen und Geburtshelfer, Hebam­men, Psy­chi­atern, …) und Sozial­wis­senschaftlichen Fach­per­so­n­en (Sozi­olo­gen, Anthro­polo­gen, Psy­cholo­gen, …) und mul­ti­diszi­plinären Teams offen.

3. Der Preis beträgt CHF 20‘000.- und wird alle 4 Jahre an eine Forscherin/einen Forsch­er oder eine Forschungs­gruppe, die ein tra­gen­des Pro­jekt in der psy­cho­so­ma­tis­chen Geburtshil­fe oder Gynäkolo­gie durch­führen oder durch­führen wer­den, vergeben.

4. Das Pro­jekt wird elek­tro­n­isch und in englis­ch­er Sprache bei der Fon­da­tion Dr Myr­i­am de Senar­clens fdmds.org in Form eines einzi­gen PDF-Doku­mentes mit fol­gen­den Inhal­ten eingegeben:

Inhalt

  1. Brief mit der Beschrei­bung des Pro­jek­tes mit Titel, Haupt­forsch­er (Posi­tion, Titel, Adresse), unter­schrieben von allen Autoren und Teil­nehmern.
  2. Wis­senschaftlich­es Pro­jekt (max. 15 Seit­en):
    1. Pro­jek­tzusam­men­fas­sung mit Pro­jek­t­plan (max 350 Wörter)
    2. Ziel und Auswirkun­gen
    3. Plan und Forschungsmeth­ode (mit Meilensteinen/Projektetappen)
    4. Risiken und Durch­führbarkeit
    5. Haup­tre­f­eren­zen (danke für das Erwäh­nen aller Autoren und nicht nur der Erstau­toren)
    6. Die Löhne, Kosten oder Mate­r­i­al, das durch die Stiftung finanziert wer­den sollen sowie weit­er­er Finanzierungsquellen (die das Pro­jekt bere­its mit­fi­nanzieren oder es tun wer­den)
    7. Zus­tim­mung des/der Ethikkommission/en
  3. Cur­ricu­lum vitae aller Autoren und Teil­nehmer (je max­i­mal 2 Seit­en)

5. Der Vor­stand der Fon­da­tion Dr Myr­i­am de Senar­clens (3–5 Mit­glieder), der inter­na­tionale Experten im Bere­ich der vorgeschla­ge­nen Forschungs­the­men zuziehen kann, ist Teil der Jury des Preis­es. Die Präsi­dentin der Arbeits­ge­mein­schaft für psy­cho­so­ma­tis­che Geburtshil­fe und Gynäkolo­gie SAPPM ist Mit­glied der Jury. In Übere­in­stim­mung zum Regle­ment des SNF/FNS (Schweiz­erisch­er Nation­al­fonds) 

[1] mit dem Ziel, jegliche Inter­essen­skon­flik­te zu ver­mei­den, müssen sämtliche Mit­glieder der Jury, ein­schliesslich der Vor­standsmit­glieder der Fon­da­tion, die beru­flich oder per­sön­lich Kon­takt mit einem Preiskan­di­dat­en haben oder hat­ten, dies bekan­nt­geben und bei der Eval­u­a­tion, der Diskus­sion und der Abstim­mung, die die entsprechende Arbeit betr­e­f­fen, in den Aus­stand treten.

6. Der Preis wird alle vier Jahre im Rah­men des Jahreskon­gress­es der SGGG/SSGO durch den Vor­stand­spräsi­den­ten der Fon­da­tion Dr Myr­i­am de Senar­clens in Zusam­me­nar­beit mit der Präsi­dentin der Arbeits­ge­mein­schaft für psy­cho­so­ma­tis­che Geburtshil­fe und Gynäkolo­gie SAPPG/GTGOP der SGGG/SSGO übergeben. Der Vor­stand der Fon­da­tion Dr Myr­i­am de Senar­clens behält sich vor, den Preis aus­nahm­sweise nicht zu vergeben, wenn keine der eingegebe­nen Stu­di­en, Forschung­spro­jek­te oder Orginalar­beit­en, den Vor­gaben der Stiftung entspricht und den Preis ver­di­ent.

 

[1] Organ­i­sa­tion­sre­gle­ment des nationalen Forschungsrats FNS/SNF (Art. 5 Aus­stand)